Passage-Schule

Kersttak gedichtDas Weihnachtsfest

Magda: Ich befinde mich in einer Schneelandschaft.
Die Zweige der Tannenbäume sind mit einer dicken Schicht von Schnee bedeckt und auf dem Boden im Schnee sieht man verschiedene Fussabdrücke. Sie sind von einer braunen Farbe, so als ob man schon mehrfach durch sie hindurch gelaufen ist.  

Vor mir steht ein leerer Pferdeschlitten mit eingespannten Rentieren. Hinten an diesem Schlitten hängt ein Wagen mit einem Berg Geschenken drin, die in grünem Papier mit goldenen Sternchen eingepackt sind. Neben dem Schlitten steht ein Weihnachtsmann, der verzweifelte Versuche macht um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Er springt auf und ab und winkt mir mit seinen Armen zu.  
Dies ist ein merkwürdiges Bild, denn im Vergleich mit dem grossen Schlitten und den Rentieren ist er ziemlich klein.

Jetzt kommt der Weihnachtsmann etwas besser in Sicht und ich sehe, dass er eine Brille mit silbernem Rand trägt, er hat einen roten Anzug an, der mit weissen Daunen besetzt ist. Seine Füsse sind in blaue Stiefeln gekleidet. Er hat einen dicken Bauch um den ein breiter Gürtel gebunden ist, den er mit beiden Händen festhält. Und wie es sich für einen Weihnachtsmann gehört beginnt er sich zu schütteln und ich höre: Ho, ho, ho... 

Jetzt sieht man zwei Stufen erscheinen. Ich laufe auf diesen Stufen nach unten, drehe mich um und sehe jetzt das ganze Schauspiel.
Es scheint, dass dies eine Vorstellung ist, die auf dem Podium eines Theaters aufgeführt wird. Die Schneelandschaft und der Schlitten mit dem kleinen Weihnachtsmann drauf stehen auf der Bühne und ich befinde mich im Zuschauerraum.
Die Bühne ist beleuchtet und ich selbst stehe im Dunkeln.

Der Lehrer erzählt:
Sie sahen erst am Ende, dass es sich hier um ein Theaterstück handelt, eine Vorstellung von dem, was Weihnachten für viele Menschen bedeutet.
Es verkörpert die Atmosphäre, die immer wieder von den Menschen durch diese Landschaft hervorgerufen wird: durch den Schnee, die Tannenbäume, die Rentiere und den Schlitten.
Sie sahen auch die Geschenke hinten im Anhänger, aber das bedeutet nicht, dass wir mit Geschenken ankommen, es bedeutet lediglich die Jacht nach Geschenken die vor dem Weihnachstfest stattfindet. Also ruft all dies zusammen das Bild auf, von dem jeder weiss „hiermit ist Weihnachten gemeint“.

Ursprünglich war es ein kirchliches Fest und man dachte daran die Geburt und den Geburtstag Christi zu feiern, aber in dem ganzen Bild haben Sie bei mir kein Christkind gesehen. Aber für die Menschen ist davon nur der äusserliche Schein übrig geblieben. Und das ist auch nicht schlimm, denn aus der Welt der Weisheit heraus haben wir nie das Weihnachtsfest initiiert, denn wie Sie vielleicht schon wissen, sind die biblischen Geschichten über die Person Jesus von Menschen geschrieben.

Kerst arreslee

Vielleicht erschrecken meine Worte Sie, aber die Menschen haben immer wieder die Mondenergie dazu benutzt um diese Bilder in sich selbst aufzurufen und sie dann als Fakten zu betrachten.

Denn zusammen mit der Erde und dem Wasser formt der Mond ein Dreieck und dieses Dreieck hat eine starke Schwingung. Diese Schwingung hat einen grossen Einfluss auf Ihr eigenes Menschsein, denn auch Ihr Körper besteht zu über 70% aus Wasser. Der Mensch gebraucht diese Schwingungen um Märchen zu erfinden, um mythische Geschichten zu entwickeln, um verschiedene Symbole zu sehen, die doppelten Schichten in seinem Leben zu sehen.
Die Symbole der Welt der Weisheit, die auch Magda benutzen muss, scheinen dieselben Symbole zu sein, die der Mensch in der Mondenergie benutzt; aber der Mensch, der sich der Mondenergie bedient, erlebt dabei immer auch Emotionen. An den Symbolen aus der Welt der Weisheit hängen keine Emotionen, sondern lediglich Schwingungen.
Die Mondenergie reagiert stark auf die Phantasie eines Jeden, wodurch das magische Denken aktiviert wird.

Insbesondere der Mensch, der sich in der blauen Schwingung befindet hat die Neigung um immer wieder Situationen in seinem Leben mithilfe dieser Mondenergie zu interpretieren und sagt: „es gibt keinen Zufall, das hat sicher eine tiefere Bedeutung für mich.“
Daher sind all die Bilder, die wir gerade gezeigt haben, nur Bilder, die aus der Mondenergie heraus entstanden sind.

Wir wollen diese Bilder kurz unter die Lupe nehmen um zu sehen was jetzt wirklich passiert, damit Sie dieser Zeit auch eine andere Bedeutung geben können; denn wir wissen, dass es bald wieder Weihnachten ist. Denn wir in der Welt der Weisheit betrachten Weihnachten lediglich als einen Sonntag mit einem Etikett. Denn bei uns gibt es kein Weihnachten, auch bei Ihnen gibt es kein Weinachten; Sie machen mit Ihrer Phantasie daraus ein Weihnachtsfest.
Wir sehen, dass die Menschen sich vor Weihnachten viel Mühe machen um Karten zu schreiben, viel Essen einzukaufen, Geschenke zu suchen, den Weihnachtsbaum aufzustellen, die Familie zusammenzutrommeln, usw. Aber all dies hängt mit der Mondenergie zusammen.

Fragen Sie sich mal selbst, was das Weihnachtsfest für Sie bedeutet, und fragen Sie sich: „Warum finde ich das Weihnachtsfest angenehm oder warum finde ich es nicht angenehm?“
Denn Sie haben im Bild die ausgetretenen Fussspuren im Schnee gesehen, die braun gefärbt waren. Dies bedeutet, dass Jedermann’s Interpretation des Weihnachtsfestes aus Traditionen mit den entsprechenden Emotionen besteht, die jedes Jahr aufs Neue aus dem Schrank geholt werden.
Am Anfang sahen Sie, dass Magda zwei Stufen nach unten laufen musste.
Die Zwei symbolisiert das Denken. Dies bedeutet, das das ganze Weihnachtsfest mit Ihrer Denkkappe zu tun hat.

Aber das ist noch nicht alles, denn wir sprechen hier nur über die verschiedenen Formen des Weihnachtsfestes, aber irgendwo hat alles mal angefangen.

Die Weihnachtsgeschichte
Wenn wir uns mal die Geschichte anschauen, aus der das Weihnachtsfest ursprünglich entstanden ist, dann ist das doch ein kirchlicher Hintergrund, der zunächst mal angeben wollte, dass Jesus geboren wurde.
Aber es hat auch verschiedene Ursprünge in den Naturreligionen, denn früher war es auch die Vorbereitung auf die bevorstehende Sonnenwende. Auch der geschmückte Baum hat hiermit zu tun.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden immer wieder Menschen auf diese Erde geschickt, um zu lehren, und wie Sie wissen, werden die Lektionen in Form von Symbolen weitergegeben, denn die Sprache der Welt der Weisheit besteht nur aus Symbolen.
Auch die Geschichte, aus der die Weihnachtsgeschichte entstanden ist wurde in der Symbolsprache erzählt, aber die Menschen haben diese mit der Mondenergie interpretiert und haben dann Fakten daraus gemacht.
Ich würde gerne mit Ihnen zusammen schauen, was einige dieser Symbole bedeuteten.

Kerststal kleurJosef, Maria und das Kind
Wenn wir zunächst mal das Kind betrachten, zeigt sich, dass wir versucht haben, in dieser Geschichte Ihr eigenes Kind-Sein, vor allem aber Ihre eigene Naturkraft zu betonen. Das bedeutet, dass Ihre männliche und Ihre weibliche Seite zusammenarbeiten müssen. In dieser Zusammenarbeit kommt das Kind, Ihr eigenes Wesen, zur Blüte, und wird ins Licht gerückt. Josef und Maria sind hierfür die Symbole, und Sie können die Geburt als die Entfaltung Ihres eigenen Seins verstehen.

Die Herberge und der Stall
Bild von einer Herberge, in der sich viele Menschen befinden und aus der allerlei Geräusche kommen….
Ein Mensch kann nur in sich selbst, in der Stille, mit seinem eigenen Wesen Kontakt aufnehmen; das ist nicht möglich, wenn er sich im Rausch der Denkkappe befindet.
Sie können die Herberge als einen Ort des Rausches sehen, mit all den Weihnachtsbräuchen und Fransen wie Familie, Karten, gutes Essen usw. und dann ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass sich Ihr Wesen dort nicht zu Hause fühlt und nur in seiner eigenen Natur anwesend sein kann.
Ein Mensch kann nur sagen: "Ich bin, wer ich bin, und ich fühle von Innen heraus, dass ich...", füll die Punkte selbst mal aus.... dann folgt er seiner eigenen Natur und seine eigene Natur ist auch gleichzeitig der Stall.

Die drei Könige
Dies bedeutet, dass in dem Moment, in dem ein Mensch Kontakt mit seinem eigenen Wesen, also dem Wesens-Bewusstsein, aufnimmt, er von diesem Moment an immer wieder die Signale empfängt und sich auf die Suche macht, um den Impulsen, die er aus der Welt der Weisheit empfängt, zu folgen. Diese Impulse können Sie als den leuchtenden Stern sehen.
„Ich muss diesem Stern folgen, ich muss diesem Licht folgen, und so komme ich weiter auf meinem Weg“.

Drei ist nur die geistige Zahl und der König verkörpert eine bestimmte Rolle, die Rolle von jemandem, der seine Verantwortlichkeit akzeptiert und seine eigenen Entscheidungen trifft.

Wir wollten Ihnen zeigen, wie die Weihnachtsgeschichte wirklich gemeint war, aber wir wollen das Weihnachtsfest auch nicht völlig ablehnen, denn Sie leben ja schließlich in dieser Gesellschaft. Wir hoffen, dass Sie sich kurz hiervon bewusst werden wenn Sie diese Tage beginnen. Denn Sie können dies nicht mit Anderen teilen, es ist ein innerlicher Prozess, während die Gesellschaft davon ausgeht, dass es ein „Wir“-Fest ist.

Wir hoffen, dass Sie auf jeden Fall einige angenehme Tage verleben, auch wenn es nur darum geht mal auszuruhen, denn es sind nicht mehr als ein paar zusätzliche freie Tage.

***